Olympus/ARCHITECTURE.md
2026-07-05 13:41:33 +02:00

39 KiB

Olympus CRM Architektur

Projektueberblick

Olympus CRM ist als mehrschichtige CRM-Anwendung aufgebaut. Die Architektur trennt klar zwischen Browser, Frontend/BFF, Backend-API und Datenbank.

Die zentrale Regel lautet:

Der Browser kommuniziert ausschliesslich mit Athena. Athena kommuniziert serverseitig mit Hermes. Hermes kommuniziert mit PostgreSQL.

Diese Trennung ist verbindlich, besonders fuer Authentifizierung, API-Zugriffe und spaetere Modul-Erweiterungen wie Kunden, Projekte, Lieferanten, Kontakte und Mitarbeiter.

Systemkomponenten

Athena: Next.js 16 Frontend

Athena liegt unter frontend/athena und ist das Frontend sowie die BFF-Schicht des Systems.

Aufgaben:

  • rendert die Benutzeroberflaeche mit Next.js 16 App Router
  • stellt eigene API-Routes unter /api/... bereit
  • setzt und loescht das HttpOnly-Auth-Cookie
  • ruft Hermes serverseitig auf
  • schuetzt Seiten ueber proxy.ts

Der Browser darf keine Hermes-URLs direkt aufrufen.

Hermes: FastAPI Backend

Hermes liegt unter backend/hermes und stellt die interne Backend-API bereit.

Aufgaben:

  • validiert Requests mit Pydantic v2
  • verarbeitet Fachlogik und Persistenz
  • prueft JWT Bearer Tokens
  • stellt REST-Endpunkte bereit
  • nutzt SQLAlchemy 2.x fuer Datenbankzugriffe
  • setzt keine Browser-Cookies

Hermes bleibt Cookie-frei. Authentifizierte Hermes-Endpunkte erwarten Authorization: Bearer <jwt>.

PostgreSQL Datenbank

PostgreSQL ist die relationale Datenbank fuer Olympus CRM. Hermes greift ueber SQLAlchemy darauf zu.

Schemaaenderungen erfolgen ueber Alembic-Migrationen. Manuelle Datenbankeingriffe sind nur in Notfaellen zulaessig und muessen nachvollziehbar dokumentiert werden.

Docker Compose

Die gemeinsame Docker-Compose-Konfiguration liegt im Projektroot in docker-compose.yml.

Sie verbindet:

  • hermes
  • athena
  • das konfigurierte Docker-Netzwerk
  • die notwendigen Runtime-Umgebungsvariablen

Im gemeinsamen Compose-Stack wird Athena am Host veroeffentlicht. Hermes wird nur intern im Docker-Netzwerk exponiert und von Athena ueber HERMES_INTERNAL_URL erreicht.

BFF-Architektur

Olympus nutzt eine Backend-for-Frontend-Architektur.

Regeln:

  • Browser spricht ausschliesslich mit Athena.
  • Athena spricht serverseitig mit Hermes.
  • Hermes setzt keine Browser-Cookies.
  • Cross-Origin-Cookies werden nicht verwendet.
  • Frontend-API-Zugriffe laufen ueber relative Athena-Routen wie /api/users.

Der Datenfluss bleibt dadurch kontrolliert, sicher und leichter hinter Reverse Proxies betreibbar.

Authentifizierungsfluss

Login

  1. Der Browser sendet Benutzername und Passwort an Athena: POST /api/login.
  2. Athena ruft serverseitig Hermes auf: POST /auth/login.
  3. Hermes validiert die Zugangsdaten.
  4. Hermes gibt JWT, Ablaufzeit und Benutzerdaten als JSON zurueck.
  5. Athena setzt das JWT in einem HttpOnly-Cookie.
  6. Der Browser wird auf eine geschuetzte Seite weitergeleitet.

Hermes setzt kein Cookie.

Logout

  1. Der Browser sendet POST /api/logout an Athena.
  2. Athena loescht das HttpOnly-Cookie.
  3. Der Benutzer wird zur Login-Seite gefuehrt.

Aktueller Benutzer

Athena stellt GET /api/me bereit und ruft dafuer serverseitig Hermes GET /auth/me auf. Der Header laedt den aktuellen Benutzer ausschliesslich ueber diese BFF-Route und zeigt bevorzugt Vorname plus Nachname, danach den Benutzernamen und vor dem Laden Benutzer.

Der Browser erhaelt dabei kein Token und ruft Hermes nicht direkt auf.

Das Auth-Cookie wird von Athena gesetzt.

Eigenschaften:

  • HttpOnly
  • SameSite=Lax
  • Path=/
  • Secure in Produktion
  • Ablaufzeit orientiert sich an der JWT-Ablaufzeit

Tokens duerfen nicht in localStorage oder sessionStorage gespeichert werden.

JWT

Hermes erzeugt JWT Access Tokens.

Wichtige Claims:

  • sub: Benutzername
  • exp: Ablaufzeit
  • iat: Ausstellungszeitpunkt
  • iss: konfigurierter Issuer
  • type: Token-Typ, aktuell access

Issuer

Der Issuer wird ueber JWT_ISSUER konfiguriert. Hermes prueft den Issuer bei der Token-Validierung.

Ablaufzeit

Die Ablaufzeit wird ueber ACCESS_TOKEN_EXPIRE_MINUTES konfiguriert. Athena nutzt die von Hermes gelieferte Ablaufzeit fuer das Cookie.

proxy.ts

Athena schuetzt Routen ueber frontend/athena/proxy.ts.

Aufgaben:

  • geschuetzte Bereiche ohne Cookie auf /login umleiten
  • eingeloggte Benutzer von /login auf /dashboard umleiten

API-Datenfluss

Standardfluss:

Browser -> Athena /api/... -> Hermes -> PostgreSQL

Beispiel Benutzerliste:

Browser
  GET /api/users

Athena
  GET {HERMES_INTERNAL_URL}/users
  Authorization: Bearer <jwt aus HttpOnly Cookie>

Hermes
  SQLAlchemy Query gegen PostgreSQL

Athena ist die einzige API-Oberflaeche fuer den Browser.

Lexware Office Integration

Ab v0.8.9 besitzt Olympus eine Lexware-Office-Foundation.

Verantwortlichkeiten:

  • Olympus bleibt Werkstatt-ERP fuer Kunden, Reparaturen, Lager und Kostenvoranschlaege.
  • Lexware Office bleibt fuehrend fuer Buchhaltung, Rechnungen, Steuer, DATEV und EÜR.
  • Eine automatische Rechnungserstellung findet in v0.8.9 noch nicht statt.

Komponenten:

  • Hermes speichert Lexware-Konfiguration in system_settings.
  • Der API-Key ist ein Secret und wird nie an Athena zurueckgegeben; Athena sieht nur api_key_is_set.
  • Env-Fallbacks sind LEXWARE_ENABLED, LEXWARE_API_BASE_URL und LEXWARE_API_KEY.
  • Hermes testet die Verbindung serverseitig ueber GET /v1/profile an der Lexware Public API unter https://api.lexware.io.
  • Freigegebene KVs koennen manuell fuer eine spaetere Lexware-Rechnung vorbereitet werden.
  • Die eigentliche Rechnung wird weiterhin in externer Buchhaltungssoftware wie Lexware Office oder sevdesk erstellt.

Datenfluss:

Browser -> Athena /api/lexware/... -> Hermes -> Lexware Office
Browser -> Athena /api/repairs/.../lexware/prepare-invoice -> Hermes -> PostgreSQL

Der Browser ruft Lexware nie direkt auf. Vorbereitete Exporte werden in lexware_sync_records dokumentiert.

Buchhaltungsworkflow:

  • prepared: Rechnungsvorbereitung wurde in Olympus erstellt.
  • transferred: Daten wurden manuell in die externe Buchhaltung uebernommen.
  • booked: Rechnung ist in der Buchhaltung gebucht, fuer spaetere Ausbaustufen vorbereitet.
  • cancelled: Vorbereitung wurde verworfen, fuer spaetere Ausbaustufen vorbereitet.

Athena zeigt bei freigegebenen Kostenvoranschlaegen die Aktion In Buchhaltung übernehmen. Diese oeffnet eine Kopierhilfe fuer Kundendaten und Positionen. Nach dem Speichern der Rechnung in der externen Buchhaltungssoftware kann der Benutzer die Vorbereitung mit Buchhaltungsnotiz als transferred markieren.

Neue zentrale Endpunkte:

  • GET /lexware/settings
  • PUT /lexware/settings
  • POST /lexware/test-connection
  • POST /repairs/{repair_id}/estimates/{estimate_id}/lexware/prepare-invoice

RBAC:

  • lexware.read
  • lexware.manage
  • lexware.export

Techniker erhalten keine Lexware-Rechte. Management und Administratoren koennen die Integration nutzen.

Dashboard

Das Dashboard liegt in Athena unter /dashboard und bezieht seine Daten ueber die BFF-Route GET /api/dashboard/summary.

Hermes stellt dafuer GET /dashboard/summary bereit. Der Endpunkt ist mit dashboard.read geschuetzt und liefert nur Datenbloecke, fuer die der aktuelle Benutzer weitere Berechtigungen besitzt.

Beispiele:

  • Kundenstatistiken nur mit customers.read
  • Benutzerstatistiken nur mit users.read
  • Rollenstatus nur mit roles.read
  • Reparaturkennzahlen nur mit repairs.read

Nicht vorhandene Module wie Aufgaben, Tickets oder Projekte werden nicht mit Fake-Daten gefuellt. Stattdessen liefert das Dashboard leere Widgets mit klarer Meldung.

Activity Feed

Der Activity Feed ist Teil der v0.5.0-Qualitaetsplattform.

Athena ruft GET /api/activity-feed auf. Die BFF-Route ruft serverseitig Hermes GET /activity-feed auf.

Der Feed basiert auf persistenten Audit Logs und zeigt die letzten relevanten Aktivitaeten. Hermes filtert die Eintraege anhand der Berechtigungen des aktuellen Benutzers. Ein Benutzer sieht dadurch nur Aktivitaeten zu Bereichen, fuer die er Leserechte besitzt.

Reparaturmanagement

Das Modul Reparaturen verwaltet interne Werkstattvorgaenge. Es liegt fachlich in Hermes und wird im Browser ausschliesslich ueber Athena erreicht.

Datenfluss:

Browser -> Athena /api/repairs... -> Hermes /repairs... -> PostgreSQL

Kernfunktionen:

  • Reparaturen manuell anlegen und bearbeiten
  • eindeutige Reparaturnummer im Format R<jahr>-<laufende nummer sechsstellig>, z. B. R2026-000001
  • Statusmodell von new bis completed oder cancelled
  • deutsche UI-Statuslabels in Athena, die internen API-Statuscodes bleiben englisch und stabil
  • Statushistorie in repair_status_history
  • werkstattgerechte Status-Timeline mit Datum, Benutzer und Notiz
  • Audit Logs fuer Erstellung, Bearbeitung, Statuswechsel, Storno, Intake und Statuslink-Verwaltung
  • Dashboard-Kennzahlen fuer neue Reparaturen, Diagnose, wartende Kundenfreigaben, laufende Reparaturen, Endpruefung und abgeschlossene Reparaturen

Tabellen:

  • repairs
  • repair_status_history
  • repair_intake_events
  • repair_documents
  • repair_public_access_tokens
  • repair_notification_events

Lager / Ersatzteile

Das Modul Lager / Ersatzteile verwaltet Bauteile und Verbrauchsmaterial fuer Werkstattprozesse. Seit v0.8.8 ist es mit Kostenvoranschlaegen verbunden: Mitarbeiter koennen aktive Lagerartikel als KV-Position uebernehmen.

Datenfluss:

Browser -> Athena /api/inventory... -> Hermes /inventory... -> PostgreSQL

Kernregeln:

  • Browser greifen nie direkt auf Hermes zu.
  • Artikelnummern/SKUs sind eindeutig.
  • Leere SKU bei Erstellung wird automatisch im Format ET-<jahr>-000001 vergeben.
  • Preise werden intern in cents gespeichert und in Athena als Euro eingegeben.
  • quantity_available wird konsistent als quantity_on_hand - quantity_reserved gespeichert.
  • Bestandsaenderungen erfolgen ueber Bewegungen, nicht ueber freie Client-Manipulation.
  • Artikel mit Bewegungen werden bei Delete deaktiviert statt hart geloescht.
  • Lagerartikel in KV-Positionen werden ueber inventory_item_id verknuepft.
  • KV-Positionen speichern Snapshot-Felder fuer Name, SKU, Hersteller und Teilenummer, damit ein KV unveraendert bleibt, wenn der Lagerartikel spaeter geaendert wird.
  • Verkaufspreis, Einheit, Artikelname und SKU werden serverseitig aus dem Lager uebernommen. Manuelle Preisueberschreibung ist moeglich und wird auditiert.

Tabellen:

  • inventory_items
  • inventory_categories
  • inventory_locations
  • inventory_suppliers
  • inventory_stock_movements

Bestandsbewegungen:

  • initial
  • purchase
  • adjustment
  • reservation
  • release
  • consumption
  • return
  • correction

RBAC-Permissions:

  • inventory.read
  • inventory.create
  • inventory.update
  • inventory.delete
  • inventory.stock.adjust
  • inventory.stock.reserve
  • inventory.stock.consume
  • inventory.manage.masterdata

Dashboard-Kennzahlen fuer Lagerdaten werden nur mit inventory.read ausgeliefert. Audit Logs und Activity Feed enthalten Artikel- und Bestandsaktionen, aber keine unnoetigen sensiblen Lieferantendaten.

Reservierungslogik:

  • Entwurf: keine Reservierung.
  • Senden: verknuepfte Lagerartikel werden reserviert.
  • Freigabe: Reservierung bleibt bestehen.
  • Ablehnung: Reservierung wird freigegeben.
  • Storno: Reservierung wird freigegeben.
  • Loeschung eines gesendeten KV: Reservierung wird freigegeben.

Automatischer Verbrauch beim Reparaturabschluss ist vorbereitet, wird aber noch nicht automatisch ausgefuehrt. CSV-Import/Export und Barcode-/QR-Funktionen bleiben vorbereitete Folgefeatures.

Hermes-Endpunkte:

  • GET /repairs
  • GET /repairs/{id}
  • POST /repairs
  • PUT /repairs/{id}
  • DELETE /repairs/{id} als fachliches Storno
  • PUT /repairs/{id}/status
  • GET /repairs/{id}/history
  • GET /repairs/{id}/public-link
  • POST /repairs/{id}/public-link
  • DELETE /repairs/{id}/public-link
  • GET /repairs/{id}/notifications
  • GET /public/repairs/status/{token}

Athena-BFF-Routen spiegeln diese Endpunkte unter /api/repairs.... Mutierende Athena-Routen behalten die Same-Origin-Pruefung bei.

Statuslabels:

new = Neu
accepted = Angenommen
diagnosis = Diagnose
estimate = Kostenvoranschlag
waiting_for_customer = Wartet auf Kunde
approved = Freigegeben
repair = Reparatur
final_test = Endprüfung
ready_for_pickup = Abholbereit
shipped = Versand
completed = Abgeschlossen
cancelled = Storniert

v0.8.1 bereitet einen oeffentlichen Statuslink vor. Es wird noch kein Kundenportal und kein Kundenlogin gebaut.

Sicherheitsmodell:

  • Klartexttoken wird lang und zufaellig erzeugt.
  • In PostgreSQL wird nur ein HMAC/SHA-256-Hash des Tokens gespeichert.
  • Der Klartexttoken wird nur einmal bei Erstellung an Athena zurueckgegeben.
  • Tokens werden niemals geloggt.
  • repair_public_access_tokens speichert Aktivstatus, Ablaufdatum, letzte Nutzung und Widerruf.
  • GET /public/repairs/status/{token} gibt nur kundenfreundliche Statusdaten aus.
  • Keine Kundendaten, internen Notizen oder Diagnosedetails werden oeffentlich ausgegeben.

Die spaetere Website kann daraus einen Pfad wie /status/<token> anbieten. Die eigentliche Website wird in Olympus nicht veraendert.

Reparatur-Benachrichtigungen

repair_notification_events speichert jeden Versandversuch fuer Reparaturstatusmails. Der Statuswechsel selbst wird nie durch SMTP-Probleme blockiert.

Vorbereitete Ereignisse:

  • Reparatur erfasst
  • Geraet angenommen
  • Diagnose laeuft
  • Kostenvoranschlag erstellt
  • Wartet auf Kundenfreigabe
  • Reparatur laeuft
  • Endpruefung
  • Abholbereit
  • Versand
  • Abgeschlossen

Vorlagen enthalten deutsche Betreffzeilen und Texte mit Platzhaltern fuer repair_number, customer_name, device, status_label, public_status_url und company_name.

Ab v0.8.3 sendet Hermes beim Statuswechsel automatisch eine Statusmail, wenn eine Kunden-E-Mail vorhanden ist. Fuer jede Mail wird ein frischer sicherer Statuslink erzeugt, weil Klartexttokens nicht gespeichert werden. Ist SMTP nicht konfiguriert oder schlaegt der Versand fehl, wird ein repair_notification_events-Eintrag mit skipped oder failed geschrieben und ein Audit-Eintrag erzeugt.

Ab v0.8.4 wird SMTP bevorzugt ueber system_settings aus PostgreSQL geladen. Nur wenn die Admin-Konfiguration deaktiviert, unvollstaendig oder nicht vorhanden ist, nutzt Hermes die Env Vars als Fallback. Das SMTP-Passwort wird nie an Athena zurueckgegeben; die API liefert nur password_is_set. Verschluesselung at rest ist in der Struktur vorbereitet und fuer v0.8.x als Sicherheitsausbau geplant.

Hermes-Endpunkt fuer manuellen Neuversand:

  • POST /repairs/{id}/send-status-mail

Athena ruft diesen Endpunkt ausschliesslich ueber die BFF-Route /api/repairs/[id]/send-status-mail auf.

System Settings

system_settings speichert zentrale Betriebswerte als Key-Value-Daten:

  • smtp.host
  • smtp.port
  • smtp.username
  • smtp.password
  • smtp.from_email
  • smtp.from_name
  • smtp.use_tls
  • smtp.enabled
  • public.repair_status_base_url

Hermes-Endpunkte:

  • GET /system-settings/smtp
  • PUT /system-settings/smtp
  • POST /system-settings/smtp/test
  • GET /system-settings/public-links
  • PUT /system-settings/public-links

Athena ruft diese Endpunkte ausschliesslich ueber BFF-Routen unter /api/system-settings/... auf. Mutierende Requests verwenden den bestehenden Same-Origin-Schutz. Zugriff erfordert system_settings.manage, das der Administratorrolle zugewiesen ist.

Reparaturdokumente

Ab v0.8.5 verwaltet Olympus Bilder und Dokumente direkt an Reparaturen. Die Fachlogik liegt im Repair-Modul, Dateizugriffe laufen ueber das zentrale Storage Framework.

Datenmodell repair_documents:

  • repair_id
  • title
  • document_type
  • original_filename
  • stored_filename
  • storage_path
  • mime_type
  • size_bytes
  • checksum_sha256
  • visibility
  • note
  • uploaded_by_user_id
  • Zeitstempel

Dokumenttypen:

  • device_photo
  • fault_photo
  • measurement
  • estimate
  • repair_report
  • shipping
  • other

visibility kann internal oder customer sein. Die Kundensicht ist nur vorbereitet; in v0.8.5 werden Dokumente nicht oeffentlich fuer Kunden ausgeliefert.

Storage:

  • Namespace: repairs/<repair_id>/documents
  • Erlaubte Uploads: JPG, PNG, WEBP und PDF
  • Dateinamen werden normalisiert
  • SHA-256 wird gespeichert
  • Dateiinhalte werden nicht geloggt
  • Storage-Pfade werden nicht in Audit-Metadaten geschrieben
  • Browser erhalten Dateien nur ueber Athena-BFF und Hermes-RBAC

Hermes-Endpunkte:

  • GET /repairs/{id}/documents
  • POST /repairs/{id}/documents/upload
  • GET /repairs/{id}/documents/{document_id}
  • PUT /repairs/{id}/documents/{document_id}
  • GET /repairs/{id}/documents/{document_id}/download
  • DELETE /repairs/{id}/documents/{document_id}

RBAC:

  • Liste, Detail und Download erfordern repairs.read.
  • Upload, Aenderung und Loeschung erfordern repairs.update.

Athena ruft diese Endpunkte ausschliesslich ueber /api/repairs/[id]/documents... auf. Mutierende Requests verwenden den Same-Origin-Schutz.

Kostenvoranschläge

Ab v0.8.6 verwaltet Olympus Kostenvoranschlaege direkt im Repair-Modul. Es gibt keinen Kundenlogin und keine neue Website-App. Kundenentscheidungen laufen ueber den bestehenden sicheren Public-Statuslink.

Datenmodell:

  • repair_estimates
  • repair_estimate_items
  • repair_estimate_events

Kostenvoranschlagsnummern folgen KV<jahr>-000001. Positionstypen sind labor, part, flat_rate, shipping und other. Statuswerte sind draft, sent, approved, declined, expired und cancelled.

Hermes berechnet alle Summen serverseitig:

  • subtotal_cents aus Positionen
  • tax_cents aus tax_rate_percent
  • total_cents als Summe aus netto und Steuer

Interne Hermes-Endpunkte:

  • GET /repairs/{repair_id}/estimates
  • POST /repairs/{repair_id}/estimates
  • GET /repairs/{repair_id}/estimates/{estimate_id}
  • PUT /repairs/{repair_id}/estimates/{estimate_id}
  • DELETE /repairs/{repair_id}/estimates/{estimate_id}
  • POST /repairs/{repair_id}/estimates/{estimate_id}/send
  • POST /repairs/{repair_id}/estimates/{estimate_id}/cancel
  • GET /repairs/{repair_id}/estimates/{estimate_id}/events

RBAC:

  • repair_estimates.read
  • repair_estimates.create
  • repair_estimates.update
  • repair_estimates.delete
  • repair_estimates.send

Administrator bekommt alle Rechte. Management und Technik bekommen Lesen/Erstellen/Bearbeiten/Senden. Support bekommt Lesen/Senden.

Public API:

  • GET /public/repairs/status/{token} liefert bei aktivem gesendetem KV ein Feld estimate.
  • POST /public/repairs/status/{token}/estimate/approve
  • POST /public/repairs/status/{token}/estimate/decline
  • POST /public/repairs/status/{token}/estimate/question

Die Public-Antwort enthaelt keine internen Notizen, keine internen Events und keine Tokens. Bei Freigabe setzt Olympus den KV auf approved und den Reparaturstatus auf approved. Bei Ablehnung oder Rueckfrage bleibt der Prozess bei waiting_for_customer.

Der KV-Versand nutzt die bestehende SMTP-Konfiguration aus system_settings mit Env-Fallback. Fehler beim Mailversand zerstoeren den KV nicht; der Versandversuch wird als Notification Event dokumentiert.

Nicht enthalten in v0.8.6:

  • PDF-Erzeugung
  • Lexoffice
  • Rechnungserstellung
  • Kundenlogin
  • Anzeige/Freigabe in der oeffentlichen Website

Die Website kann spaeter, z. B. in funktechnik-schubert-website v0.4.3, die bereits vorhandenen Public-API-Daten anzeigen und die Entscheidungsendpunkte aufrufen.

Website Repair Intake

Hermes stellt POST /public/repair-intake fuer eine spaetere serverseitige Website-Anbindung bereit.

Sicherheitsmodell:

  • keine Browser-Cookie- oder JWT-Authentifizierung
  • Token per Header X-Olympus-Intake-Token
  • Token aus OLYMPUS_REPAIR_INTAKE_TOKEN
  • keine CORS-Freigabe fuer Browser erforderlich
  • Token wird nicht geloggt

Der Intake speichert immer ein repair_intake_events-Ereignis und erzeugt bei erfolgreicher Verarbeitung einen Reparaturdatensatz mit source = website und status = new.

Eine spaetere Statusseite ist architektonisch vorbereitet, aber noch nicht in der oeffentlichen Website implementiert.

RBAC: Rollen und Berechtigungen

Olympus verwendet ein serverseitiges RBAC-System als Grundlage fuer alle CRM-Module.

Konzepte:

  • Benutzer besitzen genau eine primaere Rolle.
  • Rollen besitzen mehrere Berechtigungen.
  • Berechtigungen sind stabile String-Keys wie users.read.
  • Hermes prueft Berechtigungen serverseitig ueber Dependencies.
  • Athena darf Permissions fuer UI-Sichtbarkeit nutzen, aber niemals als Auth-Quelle.

Tabellen:

  • roles
  • permissions
  • role_permissions
  • users.role_id

Das alte users.role-Feld bleibt vorerst als Legacy-Kompatibilitaet erhalten. Neue Logik verwendet users.role_id und die roles-Beziehung.

Standardrollen

  • administrator
  • management
  • sales
  • technician
  • support
  • warehouse
  • guest

administrator erhaelt alle Berechtigungen. management erhaelt mindestens Lesezugriff auf Dashboard, Benutzer, Kunden, Projekte und Tickets. guest erhaelt minimal dashboard.read.

Standardberechtigungen

Benutzer:

  • users.read
  • users.create
  • users.update
  • users.delete
  • users.password.update

Rollen:

  • roles.read
  • roles.create
  • roles.update
  • roles.delete
  • roles.assign

Kunden:

  • customers.read
  • customers.create
  • customers.update
  • customers.delete

Knowledge:

  • knowledge.read
  • knowledge.create
  • knowledge.update
  • knowledge.delete
  • knowledge.upload
  • knowledge.download

Initial Admin Bootstrap

Hermes prueft beim Startup nach dem RBAC-Seed, ob mindestens ein aktiver Benutzer existiert. Existiert ein aktiver Benutzer, wird kein Benutzer automatisch erstellt.

Existiert kein aktiver Benutzer, kann Hermes ueber optionale Umgebungsvariablen einen initialen Administrator anlegen:

  • INITIAL_ADMIN_USERNAME
  • INITIAL_ADMIN_EMAIL
  • INITIAL_ADMIN_PASSWORD
  • INITIAL_ADMIN_FIRST_NAME
  • INITIAL_ADMIN_LAST_NAME

Benutzername, E-Mail und Passwort sind fuer die automatische Anlage erforderlich. Fehlen Werte oder ist die E-Mail ungueltig, startet Hermes weiter und schreibt nur eine Warnung ohne Secrets. Das Passwort wird mit der bestehenden hash_password-Funktion gehasht. Der Benutzer erhaelt role_id der Systemrolle administrator und das Legacy-Feld role=administrator.

Kundenimport

Hermes stellt fuer CSV-Importe zwei Endpunkte bereit:

  • POST /customers/import/preview
  • POST /customers/import/commit

Athena stellt die Browser-BFF-Routen bereit:

  • POST /api/customers/import/preview
  • POST /api/customers/import/commit
  • GET /api/customers/import/template

Der Browser sendet Multipart-FormData nur an Athena. Athena leitet die Datei serverseitig mit Bearer Token aus dem HttpOnly-Cookie an Hermes weiter. Hermes begrenzt CSV-Dateien auf 5 MB, bevorzugt UTF-8, erkennt Semikolon und Komma und ignoriert leere Zeilen.

Importmodi:

  • create_only: neue Kunden erstellen, bestehende Kundennummern ueberspringen
  • update_existing: bestehende Kunden anhand der Kundennummer aktualisieren
  • upsert: bestehende Kunden aktualisieren und neue Kunden erstellen

RBAC:

  • Preview benoetigt customers.read
  • Commit mit create_only benoetigt customers.create
  • Commit mit update_existing benoetigt customers.update
  • Commit mit upsert benoetigt customers.create und customers.update

CSV-Spalten:

customer_number;company_name;legal_name;customer_type;status;industry;website;email;phone;tax_number;vat_id;notes;address_type;street;postal_code;city;state;country;address_is_primary;contact_first_name;contact_last_name;contact_position;contact_email;contact_phone;contact_mobile;contact_is_primary;contact_notes

Pflichtfeld ist company_name. Wenn customer_number, customer_type oder status fehlen, erzeugt der Import fuer neue Kunden eine Kundennummer bzw. nutzt produktive Defaults und weist in der Preview darauf hin. Vollstaendige CSV-Inhalte werden nicht im Audit Log gespeichert.

Projekte:

  • projects.read
  • projects.create
  • projects.update
  • projects.delete

Tickets:

  • tickets.read
  • tickets.create
  • tickets.update
  • tickets.delete

Dashboard und System:

  • dashboard.read
  • system.settings.read
  • system.settings.update

Audit:

  • audit_logs.read

Berechtigungspruefung

Zentrale Hermes-Dependencies:

  • get_current_user
  • get_current_active_user
  • require_permission("permission.name")
  • require_any_permission([...])
  • require_all_permissions([...])

Backend-Endpunkte muessen immer selbst pruefen. Frontend-Helfer wie hasPermission dienen nur dazu, Buttons oder Navigation auszublenden.

Rollen-API

Hermes:

  • GET /roles
  • GET /roles/{id}
  • POST /roles
  • PUT /roles/{id}
  • DELETE /roles/{id}
  • PUT /roles/{id}/permissions
  • GET /permissions

Athena stellt entsprechende BFF-Routen unter /api/roles, /api/permissions und /api/me bereit.

Benutzerverwaltung

Die Benutzerverwaltung ist das erste Enterprise-Modul und dient als Vorlage fuer weitere Module.

Funktionen:

  • Benutzerliste
  • Detailseite
  • Erstellen
  • Bearbeiten
  • Loeschen
  • Passwort separat aendern
  • Suche, Filter, Sortierung und Pagination im Frontend

Backend-Endpunkte in Hermes:

  • GET /users
  • GET /users/{id}
  • POST /users
  • PUT /users/{id}
  • PUT /users/{id}/password
  • DELETE /users/{id}

Athena stellt die passenden BFF-Routen unter /api/users und /api/users/[id] bereit.

Diese Endpunkte sind per RBAC geschuetzt:

  • GET /users und GET /users/{id}: users.read
  • POST /users: users.create und fuer Rollenzuweisung roles.assign
  • PUT /users/{id}: users.update; Rollenwechsel benoetigt roles.assign
  • PUT /users/{id}/password: users.password.update
  • DELETE /users/{id}: users.delete

Passwortaenderung

Wenn beim Bearbeiten kein Passwort uebergeben wird, bleibt das bestehende Passwort unveraendert.

Wenn ein Passwort gesetzt wird, wird es in Hermes mit pwdlib neu gehasht.

Self-Delete-Schutz

Der aktuell angemeldete Benutzer darf sich nicht selbst loeschen. Hermes verhindert dies serverseitig.

Rollenmodell

Benutzer besitzen eine primaere RBAC-Rolle ueber role_id. Die Rolle bestimmt die serverseitigen Berechtigungen.

Kundenmodul

Das Kundenmodul ist das zweite Enterprise-Modul und folgt den gleichen Grundsaetzen wie die Benutzerverwaltung:

  • Hermes stellt REST-Endpunkte bereit.
  • Athena proxyt diese Endpunkte ueber /api/customers.
  • Der Browser spricht nicht direkt mit Hermes.
  • Berechtigungen werden serverseitig in Hermes geprueft.
  • Die UI nutzt Permissions nur fuer Sichtbarkeit und Bedienkomfort.

Hermes-Endpunkte:

  • GET /customers
  • GET /customers/{id}
  • POST /customers
  • PUT /customers/{id}
  • DELETE /customers/{id}
  • GET /customers/{id}/contacts
  • POST /customers/{id}/contacts
  • PUT /customers/{id}/contacts/{contact_id}
  • DELETE /customers/{id}/contacts/{contact_id}

Athena-BFF-Routen:

  • GET /api/customers
  • POST /api/customers
  • GET /api/customers/[id]
  • PUT /api/customers/[id]
  • DELETE /api/customers/[id]
  • GET /api/customers/[id]/contacts
  • POST /api/customers/[id]/contacts
  • PUT /api/customers/[id]/contacts/[contactId]
  • DELETE /api/customers/[id]/contacts/[contactId]

Tabellen:

  • customers
  • customer_addresses
  • customer_contacts

Kunden-Permissions:

  • customers.read
  • customers.create
  • customers.update
  • customers.delete

Kontakte und Adressen gehoeren fachlich zum Kunden und werden aktuell ueber customers.read beziehungsweise customers.update gesteuert.

Ein Kunden-Delete entfernt aktuell den Kunden inklusive Adressen und Ansprechpartnern. Fuer spaetere Projekte oder Tickets ist ein fachlicher Loeschschutz vorzubereiten, sobald diese Module existieren.

Audit Logs

Audit Logs sind die zentrale Nachvollziehbarkeitsschicht fuer v0.5.0.

Hermes persistiert relevante Ereignisse in der Tabelle audit_logs.

Erfasste Informationen:

  • handelnder Benutzer
  • Aktion, z. B. users.update oder customers.delete
  • Objekttyp und Objekt-ID
  • lesbares Objektlabel
  • IP-Adresse und User-Agent
  • Vorher-/Nachher-Daten fuer Aenderungen
  • Metadaten fuer Kontextinformationen
  • Erstellungszeitpunkt

Sensible Felder wie Passwoerter, Tokens und Secrets werden vor dem Schreiben maskiert.

Audit Logs werden aktuell fuer diese Bereiche geschrieben:

  • Login erfolgreich/fehlgeschlagen
  • Benutzer erstellen, bearbeiten, loeschen, Passwort aendern
  • Rollen erstellen, bearbeiten, loeschen, Berechtigungen aendern
  • Kunden erstellen, bearbeiten, loeschen
  • Ansprechpartner erstellen, bearbeiten, loeschen

Hermes-Endpunkte:

  • GET /audit-logs
  • GET /activity-feed

Athena-BFF-Routen:

  • GET /api/audit-logs
  • GET /api/activity-feed

Die Audit-Log-UI liegt unter frontend/athena/app/audit-logs und ist ueber audit_logs.read sichtbar.

API-Response-Standard

Neue Plattform-Endpunkte verwenden eine einheitliche Response-Huelle:

{
  "success": true,
  "data": {},
  "message": "Daten geladen"
}

Fehlerantworten aus Hermes verwenden ein konsistentes Format mit success, message, error_code und details. Fuer bestehende Athena-Fehlerbehandlung bleibt detail zusaetzlich erhalten.

Logging

Hermes konfiguriert Logging zentral ueber backend/hermes/app/core/logging.py.

HTTP-Requests werden strukturiert mit Methode, Pfad, Statuscode und Dauer geloggt. Fachliche Ereignisse bleiben in den API-Modulen als strukturierte Logeintraege erhalten.

Das Runtime-Loglevel wird ueber LOG_LEVEL gesteuert.

Frontend-Feedback

Athena nutzt einen globalen Toast-Provider fuer konsistente Erfolgs- und Fehlermeldungen.

Aktuell werden Toasts in den CRUD-Flows fuer Benutzer, Rollen, Kunden und Ansprechpartner genutzt. Inline-Fehler bleiben dort erhalten, wo sie fuer Formulare und Dialoge hilfreich sind.

Wissensdatenbank / Service Library

v0.6.0 fuehrt das Modul Wissensdatenbank ein. Es verwaltet Hersteller, Geraete und Modelle, Dokumente sowie Reparaturhinweise fuer Funktechnik, Elektronikreparatur und Werkstattbetrieb.

Hermes stellt dafuer Tabellen mit dem Prefix knowledge_ bereit:

  • knowledge_manufacturers
  • knowledge_devices
  • knowledge_documents
  • knowledge_notes
  • knowledge_categories

Athena stellt die BFF-Routen unter /api/knowledge/... bereit. Der Browser spricht weiterhin ausschliesslich mit Athena.

Knowledge-Workflow

Seit v0.7.1 fuehrt die UI Benutzer explizit durch den fachlichen Ablauf:

Hersteller -> Gerät -> Dokument -> Notiz/Reparaturhinweis

Dokumente wie Schaltplaene, Service Manuals oder Abgleichanleitungen werden immer einem konkreten Geraet zugeordnet. Der Upload wird in Athena deaktiviert, solange Hersteller oder Geraet fehlen. Empty States erklaeren, was fehlt, und bieten die naechste sinnvolle Aktion an.

Upload-Voraussetzungen:

  • Hersteller ist Pflicht.
  • Geraet ist Pflicht.
  • Dokumenttyp ist Pflicht.
  • Datei ist Pflicht bei neuen Uploads.
  • Das Geraet muss zum ausgewaehlten Hersteller gehoeren.

Hermes validiert diese Regeln serverseitig und liefert Benutzerfehler mit klaren Meldungen statt 500er-Antworten.

Standard-Hersteller-Seeding

Hermes legt beim Startup idempotent Standard-Hersteller an, sofern sie noch nicht existieren:

  • Stabo
  • President
  • Albrecht
  • Marconi
  • Rohde & Schwarz
  • HP
  • CRT
  • Alinco
  • Motorola
  • Team

Das Seeding ueberschreibt bestehende Hersteller nicht. Fehlende Slugs werden ergaenzt. Websites und Notizen bleiben leer, solange keine sicheren Stammdaten gepflegt sind.

Empty States

Athena verwendet fuer Knowledge-Listen die zentrale Komponente EmptyState.

Sie wird eingesetzt fuer:

  • leere Herstellerliste
  • leere Geraeteliste
  • leere Dokumentliste
  • leere Notizliste
  • Suche oder Filter ohne Treffer

Jeder Empty State erklaert kurz den fehlenden Zustand und bietet eine passende Aktion an.

Knowledge-Dateispeicherung

Seit v0.7.0 laufen Knowledge-Dateien ueber das zentrale Storage Framework. KnowledgeService speichert, liest und loescht Dateien nicht mehr direkt ueber verstreute Dateioperationen, sondern ueber StorageService.

Neue Uploads werden im Namespace knowledge/documents/<manufacturer_id> gespeichert. Die Datenbank-Metadaten bleiben kompatibel: knowledge_documents.file_path enthaelt den Storage-Key fuer neue Dateien oder einen bestehenden Legacy-Pfad fuer alte Dateien.

Reparaturdokumente werden ab v0.8.5 im Namespace repairs/<repair_id>/documents gespeichert. Zulaessig sind JPG, PNG, WEBP und PDF. PDF-Anzeige bleibt auf Inline-Open/Download begrenzt; ein eigener PDF-Viewer ist ein spaeteres Feature.

Konfiguration:

  • STORAGE_PROVIDER, Default local
  • STORAGE_BASE_PATH, Default /data/storage
  • STORAGE_MAX_UPLOAD_MB, Default 50
  • KNOWLEDGE_STORAGE_PATH, Legacy-Fallback fuer bestehende Installationen
  • KNOWLEDGE_MAX_UPLOAD_MB, Legacy-Fallback fuer bestehende Installationen

Docker Compose bindet den Host-Pfad aus STORAGE_HOST_PATH nach /data/storage ein. Fuer den VPS ist /opt/olympus-storage empfohlen. Bestehende Dateien unter /data/knowledge werden nicht automatisch verschoben; wenn Migration noetig ist, muss sie kontrolliert geplant und vorher gebackupt werden.

Erlaubte Uploadtypen:

  • PDF
  • JPG/JPEG
  • PNG
  • WEBP
  • TXT
  • ZIP

Hermes normalisiert Dateinamen, erzeugt eindeutige gespeicherte Dateinamen, validiert Extension und MIME-Type, begrenzt die Uploadgroesse, berechnet SHA256 und verhindert Path Traversal.

Storage Framework

Das Storage Framework liegt unter backend/hermes/app/storage.

Bestandteile:

  • StorageProvider als Interface
  • LocalDiskStorageProvider als erste Implementierung
  • StorageService als zentrale API fuer Fachmodule
  • Storage-Schemas und eigene Storage-Exceptions

Zentrale Operationen:

  • save_file()
  • open_file()
  • delete_file()
  • file_exists()
  • get_file_metadata()
  • calculate_checksum()
  • safe_filename()
  • validate_file_type()
  • validate_file_size()

Der aktuelle Provider ist local. Die Architektur ist bewusst fuer spaetere Provider vorbereitet:

  • NAS
  • S3
  • MinIO
  • Paperless
  • Azure Blob
  • Backblaze / Wasabi

Pfadstruktur im lokalen Provider:

/data/storage/
  knowledge/
    documents/
    thumbnails/
  customers/
  projects/
  tickets/
  imports/
  temp/

Datei-Inhalte werden nicht geloggt. Browser greifen nie direkt auf Storage oder Hermes-Dateipfade zu; Downloads laufen ueber Athena-BFF und Hermes-Berechtigungspruefung.

Backup und Deployment

Im Projektroot liegen robuste Bash-Skripte fuer Betrieb und Deployment:

  • scripts/migrate.sh
  • scripts/healthcheck.sh
  • scripts/deploy.sh
  • scripts/backup.sh
  • scripts/restore.sh

deploy.sh baut Images, startet Docker Compose, fuehrt Migrationen aus und startet den Healthcheck. Es erzwingt kein git pull.

backup.sh sichert PostgreSQL, wenn POSTGRES_CONTAINER oder DATABASE_URL mit lokalem pg_dump verfuegbar ist, und archiviert den Storage-Host-Pfad. .env wird bewusst nicht automatisch ins Backup kopiert und muss sicher separat verwaltet werden.

restore.sh ist bewusst bestaetigungspflichtig und startet erst nach Eingabe von RESTORE.

Knowledge-RBAC

Neue Berechtigungen:

  • knowledge.read
  • knowledge.create
  • knowledge.update
  • knowledge.delete
  • knowledge.upload
  • knowledge.download

Standardrollen:

  • administrator: alle Knowledge-Rechte
  • management: knowledge.read, knowledge.download
  • technician: knowledge.read, knowledge.create, knowledge.update, knowledge.upload, knowledge.download
  • support: knowledge.read, knowledge.download
  • guest: keine Knowledge-Rechte

Hermes erzwingt diese Rechte serverseitig. Athena nutzt sie nur fuer Navigation und UI.

Paperless-Vorbereitung

Eine echte Paperless-ngx-Integration ist in v0.6.0 nicht aktiv. Dokumente enthalten bereits paperless_document_id und external_url, damit spaeter ein PaperlessConnector angebunden werden kann. API-Keys oder verpflichtende Paperless-Umgebungsvariablen werden in v0.6.0 nicht eingefuehrt.

Spaetere Verknuepfungen sind fuer Kunden, Projekte, Tickets und Reparaturen vorgesehen.

Verzeichnisstruktur

backend/hermes
  app/
    api/
    audit/
    core/
    db/
    models/
    repositories/
    schemas/
  alembic/
  alembic.ini
  dockerfile
  pyproject.toml

frontend/athena
  app/
    api/
    audit-logs/
    customers/
    roles/
    users/
  components/
  lib/
  types/
  proxy.ts
  Dockerfile
  package.json

docker-compose.yml

Umgebungsvariablen

Hermes

DATABASE_URL
PostgreSQL-Verbindungsstring.
SECRET_KEY
Signierschluessel fuer JWTs. Muss geheim bleiben.
JWT_ISSUER
Erwarteter JWT-Issuer, z. B. hermes.
ACCESS_TOKEN_EXPIRE_MINUTES
Ablaufzeit fuer Access Tokens in Minuten.
LOG_LEVEL
Runtime-Loglevel fuer Hermes, z. B. INFO, WARNING oder ERROR.
STORAGE_PROVIDER
Storage Provider. Aktuell produktiv implementiert: local.
STORAGE_BASE_PATH
Interner Storage-Basispfad in Hermes. Default /data/storage.
STORAGE_MAX_UPLOAD_MB
Maximale Uploadgroesse fuer Storage-Dateien in MB. Default 50.
STORAGE_HOST_PATH
Docker-Host-Pfad, der nach /data/storage gemountet wird. Lokal z. B. ./storage, auf dem VPS empfohlen /opt/olympus-storage.
KNOWLEDGE_STORAGE_PATH
Legacy-Fallback fuer bestehende Knowledge-Dateien. Neue Installationen sollen STORAGE_* verwenden.
KNOWLEDGE_MAX_UPLOAD_MB
Legacy-Fallback fuer die maximale Knowledge-Uploadgroesse.
OLYMPUS_REPAIR_INTAKE_TOKEN
Server-zu-Server Token fuer POST /public/repair-intake. Dieser Wert darf nicht im Frontend oder in Logs erscheinen.
PUBLIC_REPAIR_STATUS_BASE_URL
Env-Fallback fuer von Olympus erzeugte oeffentliche Reparaturstatuslinks, z. B. https://test.funktechnik-schubert.de/status. Bevorzugt wird public.repair_status_base_url aus der Admin-Konfiguration. Wenn beides leer ist, gibt Hermes weiterhin relative Links im Format /status/<token> zurueck.
SMTP_HOST, SMTP_PORT, SMTP_USERNAME, SMTP_PASSWORD, SMTP_FROM_EMAIL, SMTP_FROM_NAME, SMTP_USE_TLS
Env-Fallback fuer automatische Reparaturstatusmails. Bevorzugt wird die Admin-Konfiguration unter /settings. SMTP_PASSWORD darf nicht geloggt, committed oder an Athena zurueckgegeben werden. Fuer Apple Mail/iCloud: smtp.mail.me.com, Port 587, TLS/STARTTLS aktiv, Benutzername vollstaendige Mailadresse, Passwort app-spezifisches Passwort.

Athena

HERMES_INTERNAL_URL
Serverseitige URL, ueber die Athena Hermes erreicht.
AUTH_COOKIE_SECURE
Steuert das Secure-Flag des Cookies. In Produktion true.

Datenbankmigrationen

Olympus verwendet Alembic fuer Datenbankmigrationen.

Regeln:

  • Schemaaenderungen immer ueber Alembic.
  • Migrationen muessen ins Repository aufgenommen werden.
  • Vor Deployment alembic upgrade head testen.
  • Keine manuellen DB-Aenderungen ausser in Notfaellen.

Typischer Ablauf:

cd backend/hermes
alembic upgrade head

Sicherheitsprinzipien

Verbindliche Regeln:

  • Keine Tokens im localStorage.
  • Keine Tokens im sessionStorage.
  • Keine Browserzugriffe auf Hermes.
  • Keine Cross-Origin-Cookies.
  • Hermes bleibt Cookie-frei.
  • Athena setzt HttpOnly Cookies.
  • Mutierende Athena-API-Routes pruefen Same-Origin.
  • Hermes prueft JWTs serverseitig.
  • Hermes prueft RBAC-Berechtigungen serverseitig.
  • Secrets gehoeren in Umgebungsvariablen, nicht in den Code.

Produktionshinweise

Fuer Produktion gilt:

  • HTTPS ist erforderlich.
  • AUTH_COOKIE_SECURE=true setzen.
  • Reverse Proxy ist moeglich und soll Forwarded Header korrekt setzen.
  • HERMES_INTERNAL_URL muss serverseitig erreichbar sein.
  • SECRET_KEY muss stark, geheim und stabil sein.
  • Datenbankmigrationen vor App-Rollout ausfuehren.

Lokaler HTTP-Betrieb ist nur fuer Entwicklung gedacht. In Produktion duerfen keine unsicheren Cookie-Einstellungen verwendet werden.